Tumorchirurgie
der Körperoberfläche und des Weichgewebes
Veränderungen der Haut und des Weichgewebes sollten immer sorgfältig abgeklärt und bei medizinischer Indikation vollständig entfernt werden. Die plastisch-rekonstruktive Tumorchirurgie verbindet die onkologisch sichere Behandlung mit dem Ziel, Funktion, Beweglichkeit und ein möglichst unauffälliges Erscheinungsbild zu erhalten.
Unser Spektrum umfasst die Entfernung von Muttermalen und anderen auffälligen Hautveränderungen sowie die operative Behandlung von weißem Hautkrebs, beispielsweise Basalzellkarzinomen und Plattenepithelkarzinomen, und schwarzem Hautkrebs (Melanomen). Auch bösartige Weichgewebstumoren wie Sarkome oder Tumoren der Nervenscheiden erfordern eine sorgfältige, individuell abgestimmte chirurgische Planung.
Screeninguntersuchungen der Haut führen wir nicht durch. Hierfür verweisen wir Sie an Ihren Dermatologen.


Interdisziplinäre Zusammenarbeit
Tumorchirurgie mit Fokus auf Sicherheit, Funktion und Ästhetik
Nach der Entfernung eines Tumors kann ein Gewebedefekt entstehen. Je nach Größe, Lage und funktioneller Bedeutung der betroffenen Region erfolgt die Defektdeckung durch direkten Wundverschluss, Hauttransplantate, lokale Gewebeverschiebungen oder mikrochirurgische Gewebeübertragungen. Bei komplexen Tumorerkrankungen arbeiten wir eng mit den niedergelassenen Kollegen der Dermatologie sowie der Onkologie, Strahlentherapie, Pathologie und weiteren spezialisierten Fachdisziplinen am Klinikum Passau zusammen.
Unser Ziel ist eine medizinisch fundierte Tumorbehandlung und eine Rekonstruktion, die Schutz, Funktion und Ästhetik bestmöglich vereint.
Behandlungsübersicht
Entfernung von Muttermalen und anderen Hautveränderungen
Muttermale, Pigmentveränderungen, Hautknoten oder andere auffällige Hautveränderungen sollten immer fachärztlich, in der Regel von einem Dermatologen, beurteilt werden. Eine operative Entfernung kann medizinisch sinnvoll sein, wenn sich eine Veränderung in Größe, Form oder Farbe entwickelt hat, Beschwerden verursacht oder ein unklarer Befund vorliegt. Auch aus funktionellen oder ästhetischen Gründen kann eine Entfernung erwogen werden.
Der Eingriff erfolgt in der Regel unter örtlicher Betäubung. Dabei achten wir auf eine möglichst narbenschonende Schnittführung und einen sorgfältigen Wundverschluss. Das entfernte Gewebe wird bei entsprechender Indikation feingeweblich untersucht, um eine sichere Diagnose zu ermöglichen. Ziel ist eine medizinisch fundierte Behandlung bei möglichst unauffälligem Ergebnis.
Auf einen Blick
- Behandlungsdauer:
- 30 Minuten
- Betäubung:
- Lokalänästheise
- Klinikaufenthalt:
- ambulant
- Nachsorge:
- Bis zum Fadenzug anch 1-2 Wochen sterile Wundpflege, onkologische Nachbetreuung durch den behandelnden Dermatologen
Operation bei weißem Hautkrebs
Zum weißen Hautkrebs zählen vor allem Basalzellkarzinome und Plattenepithelkarzinome. Sie entstehen meist an sonnenexponierten Körperregionen wie Gesicht, Ohren, Kopfhaut oder Händen. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind wichtig, da die Tumoren lokal wachsen und umliegendes Gewebe schädigen können.
Ziel der Operation ist die vollständige Entfernung des Tumors mit einem an den Befund angepassten Sicherheitsabstand. Je nach Größe, Lage und Tiefe des Befunds wird die Wunde direkt verschlossen oder plastisch-rekonstruktiv gedeckt. Dazu können Hauttransplantate oder lokale Gewebeverschiebungen eingesetzt werden. So lassen sich insbesondere an funktionell und ästhetisch anspruchsvollen Regionen Schutz, Beweglichkeit und Erscheinungsbild bestmöglich berücksichtigen.
Operation bei schwarzem Hautkrebs
Das maligne Melanom, auch schwarzer Hautkrebs genannt, ist ein bösartiger Tumor der pigmentbildenden Zellen der Haut. Ein auffälliges oder sich veränderndes Muttermal sollte daher zeitnah dermatologisch abgeklärt werden. Die operative Entfernung des Melanoms ist ein zentraler Bestandteil der Behandlung.
Die Breite des Sicherheitsabstands richtet sich nach den individuellen Eigenschaften des Tumors. Je nach Befund können weitere Untersuchungen notwendig sein, beispielsweise zur Beurteilung der regionalen Lymphknoten. Die Planung und Nachsorge erfolgen in enger Zusammenarbeit mit Dermatologie, Pathologie, Onkologie und weiteren beteiligten Fachdisziplinen. Bei einem größeren Haut- oder Weichteildefekt sorgen plastisch-rekonstruktive Verfahren für einen funktionell und ästhetisch angemessenen Wundverschluss.
Bösartige Weichgewebstumoren
Bösartige Weichgewebstumoren, auch Weichgewebssarkome, entstehen aus Geweben wie Fett, Muskeln, Bindegewebe, Gefäßen oder Nervenscheiden. Sie sind selten und können an unterschiedlichen Körperregionen auftreten, etwa an Armen, Beinen oder am Rumpf. Auch Tumoren der Nervenscheiden benötigen eine sorgfältige Diagnostik und eine individuell abgestimmte Therapieplanung.
Die operative Entfernung erfolgt mit dem Ziel, den Tumor vollständig zu entfernen und gleichzeitig wichtige Strukturen sowie die Funktion der betroffenen Körperregion möglichst zu erhalten. Je nach Befund können weitere Behandlungsmaßnahmen, etwa eine Strahlentherapie oder medikamentöse Therapie, sinnvoll sein. Komplexe Fälle werden am Klinikum Passau deshalb interdisziplinär mit Onkologie, Radiologie, Pathologie, Strahlentherapie und ggf. weiteren Spezialdisziplinen behandelt. Auch kann eine Weiterleitung an spezialisierte Sarkomzentren notwendig sein und veranlasst werden.
Tumorchirurgie der Körperoberfläche und des Weichgewebes am Klinikum Passau
In der Klinik für Plastische, Ästhetische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie am Klinikum Passau behandeln wir Muttermale und andere Hautveränderungen, weißen und schwarzen Hautkrebs sowie bösartige Weichgewebstumoren wie Sarkome oder Nervenscheidentumoren. Nach der Tumorentfernung planen wir die erforderliche Defektdeckung individuell – vom direkten Wundverschluss über Hauttransplantate und lokale Lappenplastiken bis zu mikrochirurgischen Gewebeübertragungen.
Ein besonderer Vorteil am Klinikum Passau ist die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit
So profitieren Sie von kurzen Wegen, abgestimmten Entscheidungen und einer umfassenden Betreuung von der Diagnose über die Operation bis zur Nachsorge.
Unser Ziel ist eine onkologisch sichere Behandlung und eine Rekonstruktion, die Schutz, Funktion und Ästhetik bestmöglich vereint.
