Weichteilchirurgie an der Hand – Funktion erhalten, Beweglichkeit sichern
Die Weichteile der Hand – dazu gehören Haut, Unterhaut, Sehnen, Bindegewebe sowie Blutgefäße und Nerven – übernehmen wichtige Aufgaben für Beweglichkeit, Tastempfinden und Funktion. Veränderungen in diesem Bereich können nicht nur Beschwerden verursachen, sondern auch die Beweglichkeit der Finger einschränken oder die Belastbarkeit der Hand beeinträchtigen. In vielen Fällen lassen sich diese Erkrankungen durch einen gezielten handchirurgischen Eingriff wirkungsvoll behandeln.
In unserer Klinik stehen bei der Behandlung von Weichteilerkrankungen der Erhalt beziehungsweise die Wiederherstellung der Handfunktion sowie ein möglichst schonendes operatives Vorgehen im Mittelpunkt. Vor jeder Behandlung erfolgt eine sorgfältige Untersuchung und individuelle Beratung. Dabei werden die Beschwerden, die funktionellen Einschränkungen und die persönlichen Bedürfnisse berücksichtigt, um gemeinsam die passende Therapie zu planen.


Feinste Strukturen. Höchste Präzision.
Schonende Eingriffe an der Hand – damit jede Bewegung wieder selbstverständlich wird
Je nach Krankheitsbild kommen unterschiedliche operative Verfahren zum Einsatz. Während bei einigen Erkrankungen die Entfernung von verändertem Gewebe im Vordergrund steht, dienen andere Eingriffe der Verbesserung der Beweglichkeit oder der funktionellen und ästhetischen Korrektur von Narben. Ziel ist stets eine nachhaltige Verbesserung der Handfunktion sowie eine möglichst schnelle Rückkehr in den Alltag.
Dank moderner handchirurgischer Techniken können viele Eingriffe gewebeschonend durchgeführt werden. Eine sorgfältige Nachbehandlung und gegebenenfalls eine begleitende Handtherapie unterstützen den Heilungsverlauf und tragen dazu bei, ein bestmögliches funktionelles Ergebnis zu erzielen.
Behandlungsübersicht
Morbus Dupuytren
Morbus Dupuytren, auch bekannt als Dupuytren-Kontraktur, ist eine gutartige Erkrankung des Bindegewebes der Handinnenfläche. Dabei kommt es zu einer zunehmenden Verhärtung und Verkürzung der sogenannten Palmarfaszie, wodurch sich Knoten und bindegewebige Stränge bilden. Im weiteren Verlauf können einzelne Finger – meist Ring- und Kleinfinger – dauerhaft in eine Beugestellung gezogen werden, sodass das Greifen und Strecken der Hand zunehmend erschwert wird.
Ist die Beweglichkeit deutlich eingeschränkt oder schreitet die Erkrankung fort, kann eine operative Behandlung sinnvoll sein. Ziel des Eingriffs ist die Entfernung des krankhaft veränderten Gewebes, um die Beweglichkeit der Finger möglichst wiederherzustellen und die Handfunktion nachhaltig zu verbessern.
Auf einen Blick
- Behandlungsdauer:
- 60-90 Minuten
- Betäubung:
- Regionale Betäubung oder Vollnarkose
- Klinikaufenthalt:
- ambulant
- Nachsorge:
- 6–12 Wochen strukturierte Handtherapie
- Arbeitsfähigkeit:
- 3–4 Wochen (Büro/leichte Tätigkeiten); 6–8 Wochen (schwere körperliche Arbeit)
Hauttumoren an der Hand
Gutartige und bösartige Hautveränderungen können auch an der Hand auftreten. Da die Hände täglich intensiver Sonneneinstrahlung und mechanischer Belastung ausgesetzt sind, sollten neu auftretende oder sich verändernde Hautveränderungen ärztlich abgeklärt werden. Eine frühzeitige Diagnose ermöglicht in vielen Fällen eine gezielte und erfolgreiche Behandlung.
Im Rahmen eines operativen Eingriffs wird der Hauttumor vollständig entfernt. Dabei wird besonderer Wert darauf gelegt, das erkrankte Gewebe sicher zu entfernen und gleichzeitig möglichst viel gesundes Gewebe sowie die Funktion und das Erscheinungsbild der Hand zu erhalten. Falls erforderlich, kann die Behandlung durch rekonstruktive Verfahren zum Verschluss des Defekts ergänzt werden.
Auf einen Blick
- Behandlungsdauer:
- 20 Minuten
- Betäubung:
- lokale Anästhesie
- Klinikaufenthalt:
- ambulant
- Nachsorge:
- Narbenpflege, Bewegung unter Berücksichtigung der Wundheilung
- Arbeitsfähigkeit:
- 1-2 Tage
Narben und narbige Kontrakturen
Narben entstehen als natürlicher Bestandteil der Wundheilung. In einigen Fällen entwickeln sich jedoch auffällige oder verhärtete Narben, die Schmerzen verursachen, das Erscheinungsbild beeinträchtigen oder die Beweglichkeit der Finger und Gelenke einschränken. Insbesondere nach Verletzungen oder Verbrennungen können sogenannte narbige Kontrakturen entstehen, bei denen sich das Narbengewebe zusammenzieht.
Durch handchirurgische Korrektureingriffe lässt sich die Spannung im Narbengewebe reduzieren und die Beweglichkeit häufig deutlich verbessern. Je nach Befund kommen unterschiedliche plastisch-rekonstruktive Verfahren zum Einsatz, um sowohl die Funktion als auch das ästhetische Ergebnis zu optimieren und die Lebensqualität nachhaltig zu steigern.
Auf einen Blick
- Behandlungsdauer:
- 45–90 Minuten (abhängig vom gewählten Verfahren)
- Betäubung:
- Regionalanästhesie (Plexusanästhesie des Armes) oder Vollnarkose
- Klinikaufenthalt:
- ambulant
- Nachsorge:
- Frühfunktionelle Handtherapie/Ergotherapie
- Arbeitsfähigkeit:
- 1-2 Wochen (für rein administrative/leichte Tätigkeiten); 3-5 Wochen (für schwere körperliche oder schmutzige Arbeiten)
Ihre Hand in erfahrenen Händen – Handchirurgie auf höchstem medizinischen Niveau
Die Hand zählt zu den komplexesten Strukturen des menschlichen Körpers. Deshalb erfordern Eingriffe an den Weichteilen nicht nur chirurgische Präzision, sondern auch ein tiefes Verständnis für das fein abgestimmte Zusammenspiel von Haut, Sehnen, Nerven und Gelenken. In unserer Klinik verbinden wir moderne handchirurgische Operationsverfahren mit einer individuellen Behandlungsplanung, die konsequent auf Ihre Beschwerden, Ihre Lebenssituation und Ihre persönlichen Ziele abgestimmt ist.
Unser Anspruch ist es, die Funktion Ihrer Hand bestmöglich zu erhalten oder wiederherzustellen und dabei gleichzeitig ein ästhetisch überzeugendes Ergebnis zu erzielen. Von der ausführlichen Beratung über den operativen Eingriff bis hin zur Nachsorge begleiten wir Sie mit fachlicher Kompetenz, großer Sorgfalt und persönlicher Zuwendung – damit Sie sich während der gesamten Behandlung gut aufgehoben fühlen.
> Individuelle Therapie- und Nachbehandlungskonzepte
> Präzise Diagnostik und sorgfältige Operationsplanung
> Moderne, gewebeschonende Operationsverfahren mit Blick auf Funktion und Ästhetik
> Persönliche Betreuung vom Erstgespräch bis zur Nachsorge
