Straffungsoperationen nach massivem Gewichtsverlust

(postbariatrische Chirurgie)

Ein erheblicher Gewichtsverlust ist ein wichtiger persönlicher und gesundheitlicher Erfolg. Häufig bleibt jedoch ein ausgeprägter Hautüberschuss zurück, da sich die Haut nach der Gewichtsabnahme nicht immer vollständig zurückbildet. Dies kann nicht nur das Körpergefühl beeinträchtigen, sondern auch zu Hautreizungen, Entzündungen oder Einschränkungen im Alltag führen.

Für ein Körpergefühl, das sich wieder stimmig anfühlt.

Postbariatrische Chirurgie für neue Körperkonturen

Voraussetzung für eine sorgfältige Planung ist ein stabiles Gewicht sowie eine ausführliche medizinische Untersuchung. In einem persönlichen Beratungsgespräch entwickeln wir gemeinsam ein individuell abgestimmtes Behandlungskonzept – mit Blick auf Sicherheit, Funktion und ein stimmiges Gesamtergebnis.

Behandlungsübersicht

Erstvorstellung (Erstellung Kostenübernahmeantrag)

Im Rahmen der Erstvorstellung nehmen wir uns Zeit, Ihre persönliche Situation, Ihre Beschwerden und Ihre bisherigen Behandlungen ausführlich zu erfassen. Nach einer sorgfältigen Untersuchung der betroffenen Körperregionen beurteilen wir die medizinische Notwendigkeit und auch ob eine Kostenübernahme durch Ihre Krankenkasse möglich erscheint. Dabei berücksichtigen wir unter anderem ausgeprägte Hautüberschüsse, wiederkehrende Hautreizungen oder Entzündungen, Bewegungseinschränkungen sowie die Belastung im Alltag.

Eine wichtige Voraussetzung für die Planung ist ein möglichst stabiles Gewicht und ein guter allgemeiner Gesundheitszustand. Gemeinsam besprechen wir die möglichen Behandlungsoptionen, den voraussichtlichen Operationsumfang sowie den Verlauf der Nachbehandlung. So erhalten Sie eine fundierte Einschätzung, welche Schritte für Sie individuell sinnvoll sind.

Wenn die medizinischen Voraussetzungen gegeben sind, erstellen wir die erforderlichen Unterlagen für einen Kostenübernahmeantrag bei Ihrer Krankenkasse. Dieser enthält eine ausführliche medizinische Begründung für den geplanten Eingriff und dokumentiert den Befund sowie die bestehenden Beschwerden. Ergänzende Unterlagen, etwa von behandelnden Fachärztinnen und Fachärzten, können den Antrag sinnvoll unterstützen.

Der Antrag wird anschließend durch Sie bei Ihrer Krankenkasse eingereicht. Über eine mögliche Kostenübernahme entscheidet die Krankenkasse, gegebenenfalls nach Prüfung durch den Medizinischen Dienst. Wir begleiten Sie bei diesem Prozess und stehen Ihnen für Fragen rund um die medizinische Planung zur Verfügung.

Auf einen Blick
Behandlungsdauer:
ca. 2-3h
Betäubung:
Vollnarkose
Klinikaufenthalt:
2-4 Tage
Nachsorge:
Kompressionstherapie für 6-8 Wochen (12 Wochen bei gleichzeitiger Rekonstruktion der Bauchmuskulatur / Verschluss einer Rektusdiastase)
Arbeitsfähigkeit:
leichte Bürotätigkeiten nach 2-3 Wochen; körperliche Arbeit nach ca. 6–8 Wochen

Bruststraffung nach Gewichtsverlust

Nach einem erheblichen Gewichtsverlust kann die Brust an Volumen verlieren und erschlaffen. Eine Bruststraffung im Rahmen der postbariatrischen Chirurgie kann überschüssige Haut entfernen, die Brust neu formen und die Brustwarze in eine harmonische Position verlagern.

Je nach Ausgangsbefund kann die Straffung mit einer Volumenanpassung durch Eigenfett oder Implantate kombiniert werden. In der Regel wird aus dem überschüssigen überdehnten Gewebe eine Art Eigengewebeimplantat geformt, um möglichst viel Volumen bei guter Projektion der Brust zu ermöglichen (Autoaugmentation). 

Die Operationsplanung richtet sich nach Hautqualität, vorhandenem Brustgewebe und Ihren individuellen Wünschen. Ziel ist eine zur Körperform passende Brustkontur und ein verbessertes körperliches Wohlbefinden.

Wir legen großen Wert auf narben- und gewebeschonende Operationstechniken. Durch eine sorgfältige Präparation werden die Nerven- und Blutversorgung der Brustwarze bestmöglich geschont, um das Risiko von Gefühls- oder Durchblutungsstörungen zu minimieren. Moderne, präzise Verfahren ermöglichen zudem eine möglichst schmerz- und blutarme Durchführung des Eingriffs. In geeigneten Fällen kann auf die Anlage von Drainagen verzichtet werden. Welche Technik für Sie medizinisch sinnvoll ist, klären wir nach einer gründlichen Untersuchung.

In einem persönlichen Beratungsgespräch nehmen wir uns Zeit für Ihre Wünsche und Ihre individuellen körperlichen Voraussetzungen. Gemeinsam planen wir einen Eingriff, der zu Ihnen passt und ein möglichst natürlich wirkendes Ergebnis in den Mittelpunkt stellt. Unser Ziel ist, dass Sie sich in Ihrem Körper wieder wohl und selbstbewusst fühlen.

Auf einen Blick
Behandlungsdauer:
2-3 h
Betäubung:
Vollnarkose
Klinikaufenthalt:
1-4 Tage
Nachsorge:
Kompressions-BH für 6-8 Wochen
Sport nach ca. 8 Wochen
Arbeitsfähigkeit:
Bürotätigkeit nach 7-10 Tagen, leichte körperliche Arbeit nach 2-3 Wochen

Bauchstraffung nach Gewichtsverlust

Nach einem starken Gewichtsverlust bleibt am Bauch häufig ein ausgeprägter Hautüberschuss zurück. Die Haut kann sich trotz Sport und stabiler Gewichtsentwicklung nicht immer ausreichend zurückbilden. Neben der Veränderung der Körperkontur können dadurch Hautreizungen, wiederkehrende Entzündungen in den Hautfalten, Probleme bei der Körperpflege oder Einschränkungen im Alltag entstehen.

Bei einer Bauchstraffung, medizinisch Abdominoplastik, werden überschüssige Haut und gegebenenfalls Fettgewebe am Unter- und Mittelbauch entfernt. Die Bauchdecke wird neu geformt und bei Bedarf die Bauchmuskulatur gestrafft, beispielsweise wenn nach einer Schwangerschaft oder durch den Gewichtsverlust eine Erschlaffung der Bauchwand (Rektusddiastase) besteht. Der Bauchnabel wird dabei an seiner anatomischen Position neu integriert.

Je nach Befund kann der Eingriff mit einer Fettabsaugung oder einer Straffung weiterer Körperregionen kombiniert werden. Voraussetzung für eine langfristige Planung ist ein möglichst stabiles Gewicht sowie eine sorgfältige Untersuchung. Ziel ist eine harmonischere Bauchkontur, eine verbesserte Beweglichkeit und eine spürbare Erleichterung im täglichen Leben.

Auf einen Blick
Behandlungsdauer:
2-3h
Betäubung:
Vollnarkose
Klinikaufenthalt:
2-4 Tage
Nachsorge:
6-8 Wochen Kompressionsmieder bzw. 12 Wochen bei Verschluss einer Rektusdiastase
Arbeitsfähigkeit:
leichte Bürotätigkeiten nach 3-4 Wochen; körperliche Arbeit nach ca. 6–8 Wochen

Oberarmstraffung nach Gewichtsverlust

Nach einem starken Gewichtsverlust kann an den Oberarmen ein deutlicher Haut- und Gewebeüberschuss zurückbleiben. Die Haut verliert durch die vorherige Dehnung häufig an Elastizität und kann sich nicht vollständig zurückbilden. Dies kann als störend empfunden werden und bei ausgeprägten Hautfalten auch die Körperpflege oder die Wahl der Kleidung beeinträchtigen.

Bei einer Oberarmstraffung, medizinisch Brachioplastik, wird überschüssige Haut am Oberarm entfernt und das verbleibende Gewebe neu geformt. Je nach Befund kann der Eingriff mit einer Fettabsaugung kombiniert werden, um die Kontur zusätzlich zu harmonisieren. Die Schnittführung und die Länge der Narbe richten sich nach dem Umfang des Hautüberschusses und werden individuell geplant.

Voraussetzung für die Operation ist ein möglichst stabiles Gewicht und eine sorgfältige Untersuchung. Ziel ist eine glattere, zur Körperform passende Oberarmkontur sowie ein verbessertes Wohlbefinden im Alltag.

Auf einen Blick
Behandlungsdauer:
1-2h
Betäubung:
Vollnarkose
Klinikaufenthalt:
1-2 Tage
Nachsorge:
Kompressionsbolero für 6 Wochen
Arbeitsfähigkeit:
Bürotätigkeit nach 7-10 Tagen, leichte körperliche Arbeit nach 2-3 Wochen

Gesäßlift / Gesäßstraffung nach Gewichtsverlust

Nach einem starken Gewichtsverlust kann die Haut am Gesäß an Spannkraft verlieren. Häufig entstehen ein Hautüberschuss, ein Volumenverlust und eine abgesunkene Gesäßkontur. Dies kann die Proportionen des Körpers verändern und das Wohlbefinden im Alltag beeinträchtigen.

Bei einer Gesäßstraffung wird überschüssige Haut entfernt und das vorhandene Gewebe neu positioniert. Dadurch kann die Gesäßregion angehoben und die Kontur harmonischer mit höherer Projetkion geformt werden. Je nach individueller Ausgangssituation lässt sich der Eingriff mit einer Fettabsaugung oder einem Eigenfetttransfer kombinieren, um Volumen gezielt auszugleichen.

Die Schnittführung und der Operationsumfang richten sich nach dem Ausmaß des Hautüberschusses sowie der gewünschten Körperform. Voraussetzung für eine sorgfältige Planung sind ein möglichst stabiles Gewicht und eine ausführliche Untersuchung. Ziel ist eine straffere, ausgewogene Gesäßkontur und ein verbessertes Körpergefühl.

Auf einen Blick
Behandlungsdauer:
2 h
Betäubung:
Vollnarkose
Klinikaufenthalt:
2-4 Tage
Nachsorge:
6-8 Wochen Kompressionsmieder
Arbeitsfähigkeit:
leichte Bürotätigkeiten nach 3-4 Wochen; körperliche Arbeit nach ca. 6–8 Wochen

Straffung des Schamhügels nach Gewichtsverlust

Nach einem starken Gewichtsverlust bleibt am Schamhügel häufig ein hartnäckiger Haut- und Fettgewebeüberschuss zurück. Dadurch kann die Region stärker hervortreten oder erschlaffen, was als störend empfunden werden und die Passform von Kleidung oder das persönliche Körpergefühl beeinflussen kann.Bei einer Schamhügelstraffung, auch Monsplastik oder Mons Pubis Lift genannt, werden überschüssige Haut und gegebenenfalls Fettgewebe entfernt. Das verbleibende Gewebe wird gestrafft und so neu positioniert, dass eine harmonischere Kontur entsteht.Unsere klinische Philosophie:Uns ist bewusst, dass die Schamregion gerade nach einem massiven Gewichtsverlust eine ganz besondere Bedeutung für das Körpergefühl und das Selbstwertgefühl der Patientinnen und Patienten hat. Wir wissen um die Sensibilität und die potenziellen Tabus, die mit diesem Thema verbunden sind, und begegnen Ihnen hierbei mit größter Empathie, Diskretion und Professionalität. Aus diesem Grund führen wir am Klinikum Passau, wann immer es operativ möglich ist, bei jedem Straffungseingriff der Bauchregion (Bauchdeckenstraffung) routinemäßig auch eine Straffung des Schamhügels mit durch. So erzielen wir ein ästhetisch und funktionell harmonisches Gesamtergebnis der gesamten vorderen Rumpfwand. In manchen Fällen ist auch eine isolierte Durchführung oder die Kombination mit einer Fettabsaugung (Liposuktion) sinnvoll.Die genaue Planung richtet sich nach dem individuellen Befund, der Hautqualität und Ihren persönlichen Wünschen. Ziel ist eine flachere, straffere Schamhügelregion und ein verbessertes Wohlbefinden im Alltag. 

Auf einen Blick
Behandlungsdauer:
ca. 1 bis 1,5 Stunden (als isolierter Eingriff; bei einer kombinierten Bauchdeckenstraffung insgesamt ca. 3 Stunden)
Betäubung:
Allgemeinanästhesie (Vollnarkose)
Klinikaufenthalt:
Stationär für ca. 1 bis 3 Nächte
Nachsorge:
Tragen einer speziellen Kompressionsmiederhose für ca. 6 Wochen, Schonung und Verzicht auf Sport für 6 Wochen sowie regelmäßige Wundkontrollen
Arbeitsfähigkeit:
Nach ca. 2 bis 3 Wochen (bei kombinierten großen Straffungen nach ca. 3 bis 4 Wochen)

Oberschenkelstraffung nach Gewichtsverlust

Nach einem starken Gewichtsverlust kann an den Ober- und Innenseiten der Oberschenkel ein deutlicher Hautüberschuss zurückbleiben. Die Haut verliert durch die vorherige Dehnung häufig an Elastizität und kann sich nicht vollständig zurückbilden. Hautfalten können beim Gehen scheuern, Hautreizungen verursachen oder die Bewegungsfreiheit im Alltag beeinträchtigen.

Bei einer Oberschenkelstraffung wird überschüssige Haut entfernt und das verbleibende Gewebe gestrafft. Je nach Befund kann zusätzlich eine Fettabsaugung erfolgen, um die Kontur weiter zu harmonisieren. Die Schnittführung wird individuell geplant und orientiert sich an Ausmaß und Lokalisation des Hautüberschusses.

Voraussetzung für eine sichere und langfristig sinnvolle Planung sind ein möglichst stabiles Gewicht und eine gründliche Untersuchung. Ziel ist eine straffere, besser proportionierte Oberschenkelkontur sowie mehr Komfort und Wohlbefinden im Alltag.

Auf einen Blick
Behandlungsdauer:
ca. 2 bis 3 Stunden
Betäubung:
Vollnarkose
Klinikaufenthalt:
Stationär für ca. 2 bis 4 Nächte
Nachsorge:
Tragen einer speziellen Kompressionshose für ca. 6 Wochen, Schonung und Verzicht auf Sport für 6 Wochen, Vermeidung von starker Spreizung der Beine in den ersten Wochen sowie regelmäßige Wundkontrollen und frühes Ausduschen der Wunden
Arbeitsfähigkeit:
Nach ca. 2 bis 3 Wochen bei vorwiegend sitzender Tätigkeit; bei körperlich beanspruchenden Berufen nach ca. 4 bis 5 Wochen

Brustverkleinerung beim Mann

Als Gynäkomastie bezeichnet man ein übermäßig großes Brustvolumen beim Mann. Sie kann ein- oder beidseitig auftreten und unterschiedliche Ursachen haben, etwa hormonelle Veränderungen, Gewichtszunahme, bestimmte Medikamente oder Vorerkrankungen. Häufig besteht zusätzlich eine vermehrte Fettansammlung im Brustbereich, die als Pseudogynäkomastie bezeichnet wird. Fast immer führt die Gynäkomastie zu hohem Leidensdruck.

Nach einer ausführlichen Anamnese und Untersuchung klären wir, ob eine operative Behandlung sinnvoll ist und ob gegebenenfalls weitere medizinische Abklärungen erforderlich sind. Je nach Befund wird überschüssiges Drüsengewebe entfernt, Fettgewebe durch eine Fettabsaugung reduziert oder beides kombiniert. Bei ausgeprägtem Hautüberschuss kann zusätzlich eine Straffung erforderlich sein.

Ziel der Behandlung ist eine flachere, maskulinere Brustkontur und ein verbessertes Körpergefühl. Die Wahl der geeigneten Technik richtet sich nach der individuellen Ausgangssituation und wird im persönlichen Beratungsgespräch sorgfältig geplant.

Auf einen Blick
Behandlungsdauer:
1-2h
Betäubung:
Vollnarkose
Klinikaufenthalt:
1-3 Tage
Nachsorge:
Kompressionsweste für 6 Wochen
Arbeitsfähigkeit:
nach 2-3 Wochen bei sitzender Tätigkeit, nach 4-6 Wochen bei körperlicher Arbeit

Postbariatrische Chirurgie am Klinikum Passau – Ihr nächster Schritt nach dem Gewichtsverlust

Ein großer Gewichtsverlust ist eine besondere persönliche und gesundheitliche Leistung, auf die Sie sehr stolz sein dürfen. An der Klinik für Plastische, Ästhetische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie am Klinikum Passau begleiten wir Sie auf dem nächsten Schritt, dem Weg zu einer Körperform, die zu Ihrem neuen Lebensabschnitt passt.

Ein besonderer Vorteil am Klinikum Passau ist die enge Zusammenarbeit mit dem Adipositaszentrum und weiteren Fachdisziplinen am Standort. So profitieren Sie von kurzen Wegen und einer fachübergreifenden Betreuung – von der Erstvorstellung über die Planung der einzelnen Eingriffe bis zur Nachsorge. Wenn die medizinischen Voraussetzungen gegeben sind, unterstützen wir Sie zudem bei der Erstellung der erforderlichen Unterlagen für einen Kostenübernahmeantrag bei Ihrer Krankenkasse.

Umfassendes Spektrum der postbariatrischen Chirurgie: Straffungsoperationen an Bauch, Brust, Oberarmen, Oberschenkeln, Gesäß und Schamhügel

Individuelle Behandlungsplanung: unter Berücksichtigung Ihrer körperlichen Voraussetzungen, Gewichtsstabilität, Beschwerden und persönlichen Ziele

Interdisziplinäre Zusammenarbeit: Sie profitieren von unserer engen Zusammenarbeit mit dem Adipositaszentrum Passau und weiteren Fachdisziplinen am Klinikum Passau

Unser Anspruch: Fokus auf natürliche Ergebnisse, medizinische Sicherheit und langfristiges Wohlbefinden

Persönliche, einfühlsame Betreuung in jeder Phase Ihrer Behandlung