Plastisch-rekonstruktive Chirurgie
zur Behandlung komplexer chronischer Wunden

Chronische Wunden benötigen eine gezielte und interdisziplinäre Behandlung. Sie entstehen häufig infolge von Durchblutungsstörungen, Diabetes, venösen Erkrankungen, Druckbelastung oder nach vorausgegangenen Operationen. Chronische Wunden können zu ausgeprägten Gewebeverlusten führen und die Beweglichkeit sowie die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Wenn eine konservative Wundbehandlung nicht ausreicht, kann die plastisch-rekonstruktive Chirurgie helfen, Wunden dauerhaft zu verschließen und Funktion zu erhalten oder wiederherzustellen.

Für einen stabilen Wundverschluss

Spezialisierte Rekonstruktion bei chronischen Wunden.

Nach einer sorgfältigen Beurteilung des Wundbefunds, der Durchblutung und der individuellen Belastungssituation planen wir die Rekonstruktion gezielt. Je nach Ausmaß des Defekts kommen dabei die Entfernung von nicht-vitalem Gewebe, Hauttransplantationen oder die Deckung mit lokalem beziehungsweise mikrochirurgisch transplantiertem Gewebe zum Einsatz. Ziel ist ein belastbarer Wundverschluss, der Infektionen und erneuten Wundheilungsstörungen entgegenwirkt und die bestmögliche Mobilität im Alltag unterstützt. Die Behandlung erfolgt dabei in enger Zusammenarbeit mit den beteiligten Fachdisziplinen nach dem Prinzip: Wiederherstellung von Form und Funktion.

Behandlungsübersicht

Rekonstruktion bei Dekubitus

Ein Dekubitus, auch Druckgeschwür genannt, entsteht durch anhaltenden Druck auf eine Körperregion. Besonders gefährdet sind Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Häufig betroffen sind das Kreuzbein, das Gesäß, die Hüfte oder die Fersen. Bei tiefen Druckgeschwüren können Haut, Unterhautgewebe, Muskeln und in schweren Fällen auch Knochen betroffen sein.

Wenn eine konservative Wundbehandlung nicht ausreicht, kann eine plastisch-rekonstruktive Versorgung notwendig werden. Nach der sorgfältigen Entfernung von nicht-heilungsfähigem oder infiziertem Gewebe wird der entstandene Defekt abhängig von Lage und Größe rekonstruiert. Dazu kommen unter anderem lokale Gewebeverschiebungen, sogenannte Lappenplastiken zum Einsatz. Ziel ist ein stabiler, gut durchbluteter und möglichst belastbarer Wundverschluss.

Für einen langfristigen Behandlungserfolg sind neben der Operation eine konsequente Druckentlastung, eine individuell angepasste Lagerung und die Behandlung möglicher Begleiterkrankungen entscheidend. Wir arbeiten hierzu eng mit den beteiligten Fachdisziplinen, der Pflege und der spezialisierten Wundversorgung zusammen.

Rekonstruktion bei diabetischem Fußsyndrom

Das diabetische Fußsyndrom kann zu chronischen, schwer heilenden Wunden am Fuß führen. Durch Diabetes bedingte Nervenschäden, Durchblutungsstörungen und eine verminderte Wahrnehmung von Druck oder Verletzungen erhöhen das Risiko für Infektionen und Gewebeverluste. Eine frühzeitige, spezialisierte Behandlung ist entscheidend, um die Funktion des Fußes möglichst zu erhalten und auch um eine Amputation zu vermeiden

Wenn ein Wundverschluss durch konservative Maßnahmen nicht erreicht werden kann, bietet die plastisch-rekonstruktive Chirurgie verschiedene Möglichkeiten der Defektdeckung. Nach der sorgfältigen Entfernung von nicht-vitalem oder infiziertem Gewebe kann die Wunde – abhängig von Größe, Tiefe und Durchblutung – beispielsweise durch Hauttransplantate oder die Verlagerung von körpereigenem Gewebe verschlossen werden. Bei komplexen Defekten können auch mikrochirurgische Verfahren zum Einsatz kommen.

Unser Ziel ist ein möglichst stabiler und belastbarer Wundverschluss, der die Grundlage für Mobilität und eine gute Lebensqualität schafft. Die Behandlung erfolgt dabei in enger Abstimmung mit der mit Orthopädie und Unfallchirurgie sowie der Gefäßchirurgie und dem spezialisierten Wundteam am Klinikum Passau nach dem Prinzip: Wiederherstellung von Form und Funktion.

Plastisch-rekonstruktive Chirurgie zur Behandlung komplexer chronischer Wunden

An der Klinik für Plastische, Ästhetische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie am Klinikum Passau planen wir jede Rekonstruktion individuell. Dabei berücksichtigen wir die Ursache und Ausdehnung der Wunde, die Durchblutung, die Belastbarkeit der betroffenen Region sowie Ihre persönliche Gesundheitssituation. Je nach Befund kommen moderne Verfahren der Defektdeckung zum Einsatz – von Hauttransplantaten und gestielten Lappenplastiken bis zu mikrochirurgischen Gewebeübertragungen.

Durch die enge Zusammenarbeit mit Orthopädie und Unfallchirurgie sowie der Gefäßchirurgie und dem spezialisierten Wundteam am Klinikum Passau ermöglichen wir abgestimmte Behandlungswege und kurze Wege zwischen Diagnostik, Operation und Nachsorge.

Individuelle Behandlungsplanung: unter Berücksichtigung Ihrer körperlichen Voraussetzungen

Interdiszipläre Zusammenarbeit: Sie profitieren von unserer engen Zusammenarbeit mit den anderen Fachdisziplinen am Klinikum Passau

Unser Anspruch: Fokus auf natürliche Ergebnisse, medizinische Sicherheit und langfristiges Wohlbefinden

Persönliche, einfühlsame Betreuung in jeder Phase Ihrer Behandlung